Partisanenfragmente
Als “Autor zwischen prosaischer Sprachkunst, queeren Subkulturen und literaturpolitischen Kämpfen” wird der Autor Florian Neuner in der aktuellen Testcard porträtiert. Neuner setzt sich aktuell mit dem Ruhrgebiet auseinander, weil es eine “kulturell noch relativ unschuldige, nicht so eindeutig besetzte Landschaft” sei.
So ist der Westen. Eine Bahnunterführung bildet die Stadtgrenze. Eine Straßenbahnlinie, die in mehr als einer Stunde Fahrzeit Bochum-Laer mit Gelsenkirchen-Buer verbindet, unterquert die stillgelegte Kray-Wanner-Bahnstrecke. & nur das Ortseingangsschild deutet darauf hin, daß die Bewohner des unteren Straßenzugs keine Bochumer, sondern Einwohner des Gelsenkirchener Stadtteils Ückendorf sind. Wobei auch noch berücksichtigt werden muß, daß die Bewohner des hier an Gelsenkirchen grenzenden Bochumer Stadtteils Wattenscheid sich mit dem Ende Wattenscheids als kreisfreier Stadt im Jahre 1975, gegen das auch die Aktion Bürgerwille nichts auszurichten vermochte, bis heute nicht abgefunden haben & nach wie vor nur ungern als Bochumer ansprechen lassen. Aber was zählt der Bürgerwille schon! & welche der Städtefusionen & Eingemeindungen wäre nicht anfechtbar!
Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist der Ruhr.Text. Einzelne Fragmente kann man hier lesen.









